John Tyler
(geb. 1790,  † 1862)

10. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Regierungszeit: 1841 – 1845 (zuvor Vizepräsident)
Parteizugehörigkeit: Whig (1841 ausgeschlossen)
Heimatstaat: Virginia (Südstaat)
Haltung zur Sklaverei: pro (Sklavenhalter)

Sohn eines reichen Baumwollpflanzers, Rechtsanwalt, Vater von 14 Kindern (aus zwei Ehen). Tyler war der letzte waschechte Südstaaten-Aristokrat im Weißen Haus, gleichzeitig der erste Präsident, der nicht gewählt worden, sondern als Vizepräsident durch den Tod des Vorgängers in das höchste Amt aufgerückt war. Abgestoßen von Jackson und seiner Politik, hatte er sich in der 1830er Jahren Henry Clays Whigs angeschlossen und war von ihnen zum Vizepräsidenten Harrisons nominiert worden, um die Wahlchancen der Whigs im Süden zu verbessern, ohne dann allerdings als Präsident ihre Erwartungen zu erfüllen: Wie einst Jefferson für das Sezessionsrecht der Einzelstaaten und gegen zu starke Bundeshoheit eintretend, verhinderte er durch sein Veto die Neugründung der von Jackson zerschlagenen Nationalbank. Daraufhin traten, abgesehen von Außenminister Webster, sämtliche Minister von ihren Ämtern zurück, Tyler selbst wurde aus der Partei ausgeschlossen und regierte praktisch seine gesamte Amtszeit hindurch gegen die Whigs. Indem er John C. Calhoun, den Praeceptor der Südstaaten-Demokraten, zum Minister ernannte, stellte er sich eindeutig auf die Seite der Sklavereibefürworter und verhinderte auch politisch jede Maßnahme, welche die "besondere Institution" eingeschränkt hätte. Gegen den Widerstand der meisten Nordstaaten erreichte es Tyler 1845 wenige Tage vor dem Ende seiner Präsidentschaft, daß Texas formell in die Vereinigten Staaten aufgenommen wurde. 1861 begüßte er die Sezession der Südstaaten und ließ sich in das Repräsentantenhaus der Konföderation wählen.

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Alle Präsidenten der USA

1. George Washington (geb. 1732,  † 1799) aus Virginia (Süd) 1789 - 1797 Föderalist
2. John Adams (geb. 1735,  † 1826) aus Massachusetts (Nord) 1797 - 1801 Föderalist
3. Thomas Jefferson (geb. 1743,  † 1826) aus Virginia (Süd) 1801 - 1809 Republikaner *
4. James Madison (geb. 1751,  † 1836) aus Virginia (Süd) 1809 - 1817 Republikaner *
5. James Monroe (geb. 1758,  † 1831) aus Virginia (Süd) 1817 - 1825 Republikaner *
6. John Quincy Adams (geb. 1767,  † 1848) aus Massachusetts (Nord) 1825 - 1829 Republikaner *
7. Andrew Jackson (geb. 1767,  † 1845) aus North Carolina (Süd) 1829 - 1837 Demokrat
8. Martin van Buren (geb. 1782,  † 1862) aus New York (Nord) 1837 - 1841 Demokrat
9. William H. Harrison (geb. 1773,  † 1841) aus Virginia (Süd) 1841 (verstorben) Whig
10. John Tyler (geb. 1790,  † 1862) aus Virginia (Süd) 1841 - 1845 Whig
11. James K. Polk (geb. 1795,  † 1849) aus North Carolina (Süd) 1845 - 1849 Demokrat
12. Zachary Taylor (geb. 1782,  † 1850) aus Virginia (Süd) / Kentucky 1849 - 1850 (verstorben) Whig
13. Millard Fillmore (geb. 1800,  † 1874) aus New York (Nord) 1850 - 1853 Whig
14. Franklin Pierce (geb. 1804,  † 1869) aus New Hampshire (Nord) 1853 - 1857 Demokrat
15. James Buchanan (geb. 1791,  † 1868) aus Pennsylvania (Nord) 1857 - 1861 Demokrat
16. N Abraham Lincoln (geb. 1809,  † 1865) aus Kentucky (Süd) 1861 - 1865 (ermordet) Republikaner
16. S Jefferson Davis (geb. 1808,  † 1889) aus Kentucky (Süd) 1861 - 1865 (Konföderation) Demokrat
17. Andrew Johnson (geb. 1808,  † 1875) aus North Carolina (Süd) 1865 - 1869 Republikaner
18. Ulysses S. Grant (geb. 1822,  † 1885) aus Ohio (Nord) 1869 - 1877 Republikaner
19. Rutherford B. Hayes (geb. 1822,  † 1893) aus Ohio (Nord) 1877 - 1881 Republikaner
20. James A. Garfield (geb. 1831,  † 1881) aus Ohio (Nord) 1881 (ermordet) Republikaner
21. Chester A. Arthur (geb. 1830,  † 1886) aus Vermont (Nord) 1881 - 1885 Republikaner
22. Grover Cleveland (geb. 1837,  † 1908) aus New Jersey (Nord) 1885 - 1889 Demokrat
23. Benjamin Harrison (geb. 1833,  † 1901) aus Ohio (Nord) 1889 - 1893 Republikaner
24. Grover Cleveland (geb. 1837,  † 1908) aus New Jersey (Nord) 1893 - 1897 Demokrat
25. William McKinley (geb. 1843,  † 1901) aus Ohio (Nord) 1897 - 1901 (ermordet) Republikaner
26. Theodore Roosevelt (geb. 1858,  † 1919) aus New York (Nord) 1901 - 1909 Republikaner
27. William H. Taft (geb. 1857,  † 1930) aus Ohio (Nord) 1909 - 1913 Republikaner
28. Woodrow Wilson (geb. 1856,  † 1924) aus Virginia (Süd) 1913 - 1921 Demokrat
29. Warren G. Harding (geb. 1865,  † 1923) aus Ohio (Nord) 1921 - 1923 (verstorben) Republikaner
30. Calvin Coolidge (geb. 1872,  † 1933) aus Vermont (Nord) 1923 - 1929 Republikaner
31. Herbert C. Hoover (geb. 1874,  † 1964) aus Iowa 1929 - 1933 Republikaner
32. Franklin D. Roosevelt (geb. 1882,  † 1945) aus New York 1933 - 1945 (verstorben) Demokrat
33. Harry S. Truman (geb. 1884,  † 1972) aus Missouri 1945 - 1953 Demokrat
34. Dwight D. Eisenhower (geb. 1890,  † 1969) aus Texas 1953 - 1961 Republikaner
35. John F. Kennedy (geb. 1917,  † 1963) aus Massachusetts 1961 - 1963 (ermordet) Demokrat
36. Lyndon B. Johnson (geb. 1908,  † 1973) aus Texas 1963 - 1969 Demokrat
37. Richard M. Nixon (geb. 1913,  † 1994) aus California 1969 - 1974 Republikaner
38. Gerald Ford (geb. 1913) aus Michigan 1974 - 1977 Republikaner
39. James E. „Jimmy“ Carter (geb. 1924) aus Georgia 1977 - 1981 Demokrat
40. Ronald Reagan (geb. 1911) aus Illinois 1981 - 1989 Republikaner
41. George Bush (geb. 1924) aus Massachusetts 1989 - 1993 Republikaner
42. Bill Clinton (geb. 1946) aus Arkansas 1993 - 2001 Demokrat
43. George W. Bush (geb. 1946) aus Texas 2001 - Republikaner

John Tyler
(geb. 1790,  † 1862)

Virginia-Fahne
John Tyler

10. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Regierungszeit:1841 – 1845 (zuvor Vizepräsident)
Parteizugehörigkeit:Whig (1841 ausgeschlossen)
Heimatstaat:Virginia (Südstaat)
Haltung zur Sklaverei:pro (Sklavenhalter)
  

Sohn eines reichen Baumwollpflanzers, Rechtsanwalt, Vater von 14 Kindern (aus zwei Ehen). Tyler war der letzte waschechte Südstaaten-Aristokrat im Weißen Haus, gleichzeitig der erste Präsident, der nicht gewählt worden, sondern als Vizepräsident durch den Tod des Vorgängers in das höchste Amt aufgerückt war. Abgestoßen von Jackson und seiner Politik, hatte er sich in der 1830er Jahren Henry Clays Whigs angeschlossen und war von ihnen zum Vizepräsidenten Harrisons nominiert worden, um die Wahlchancen der Whigs im Süden zu verbessern, ohne dann allerdings als Präsident ihre Erwartungen zu erfüllen: Wie einst Jefferson für das Sezessionsrecht der Einzelstaaten und gegen zu starke Bundeshoheit eintretend, verhinderte er durch sein Veto die Neugründung der von Jackson zerschlagenen Nationalbank. Daraufhin traten, abgesehen von Außenminister Webster, sämtliche Minister von ihren Ämtern zurück, Tyler selbst wurde aus der Partei ausgeschlossen und regierte praktisch seine gesamte Amtszeit hindurch gegen die Whigs. Indem er John C. Calhoun, den Praeceptor der Südstaaten-Demokraten, zum Minister ernannte, stellte er sich eindeutig auf die Seite der Sklavereibefürworter und verhinderte auch politisch jede Maßnahme, welche die "besondere Institution" eingeschränkt hätte. Gegen den Widerstand der meisten Nordstaaten erreichte es Tyler 1845 wenige Tage vor dem Ende seiner Präsidentschaft, daß Texas formell in die Vereinigten Staaten aufgenommen wurde. 1861 begüßte er die Sezession der Südstaaten und ließ sich in das Repräsentantenhaus der Konföderation wählen.

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