Grover Cleveland
(geb. 1837,  † 1908)

22. und 24. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Regierungszeit: 1893 – 1897
Parteizugehörigkeit: Demokrat
Heimatstaat: New Jersey (Nordstaat)
Haltung zur Sklaverei:

Die Schwäche der Präsidentschaft Harrisons bewog Cleveland dazu, erneut für die Demokraten zu kandidieren. Daß er sich diesmal aktiv am Wahlkampf beteiligte, trug ihm sogar einen überzeugenderen Sieg als 1884 ein, jedoch fand er nun eine hausgemachte Wirtschaftskrise vor, die schwerste der bisherigen amerikanischen Geschichte. So war die zweite Amtszeit vom verzweifelten Bemühen gekennzeichnet, Handel und Industrie wieder in Schwung zu bringen. Dabei stellte Cleveland, der früher auch als gerechter Vertreter des hart arbeitenden „kleinen Mannes“ gegolten hatte, sich mehr und mehr auf die Seite der Kapitalbesitzer, indem er Streiks gewaltsam beenden ließ und seine frühere Zollpolitik nicht konsequent fortführte. Auch dem anbrechenden nationalistischen Zeitgeist in der Außenpolitik wurde er nicht gerecht: Cleveland hatte kein Interesse an der Annexion von Hawaii, und einem drohenden Krieg mit Großbritannien über die Grenzziehung zwischen Venezuela und Britisch Guayana wich er aus. Er verlor zusehends den Rückhalt in der eigenen Partei, und am Ende stand der einzige Demokrat, der die lange Reihe republikanischer Präsidenten seit dem Bürgerkrieg zweimal unterbrochen hatte, in geringem allgemeinem Ansehen.

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Alle Präsidenten der USA

1. George Washington (geb. 1732,  † 1799) aus Virginia (Süd) 1789 - 1797 Föderalist
2. John Adams (geb. 1735,  † 1826) aus Massachusetts (Nord) 1797 - 1801 Föderalist
3. Thomas Jefferson (geb. 1743,  † 1826) aus Virginia (Süd) 1801 - 1809 Republikaner *
4. James Madison (geb. 1751,  † 1836) aus Virginia (Süd) 1809 - 1817 Republikaner *
5. James Monroe (geb. 1758,  † 1831) aus Virginia (Süd) 1817 - 1825 Republikaner *
6. John Quincy Adams (geb. 1767,  † 1848) aus Massachusetts (Nord) 1825 - 1829 Republikaner *
7. Andrew Jackson (geb. 1767,  † 1845) aus North Carolina (Süd) 1829 - 1837 Demokrat
8. Martin van Buren (geb. 1782,  † 1862) aus New York (Nord) 1837 - 1841 Demokrat
9. William H. Harrison (geb. 1773,  † 1841) aus Virginia (Süd) 1841 (verstorben) Whig
10. John Tyler (geb. 1790,  † 1862) aus Virginia (Süd) 1841 - 1845 Whig
11. James K. Polk (geb. 1795,  † 1849) aus North Carolina (Süd) 1845 - 1849 Demokrat
12. Zachary Taylor (geb. 1782,  † 1850) aus Virginia (Süd) / Kentucky 1849 - 1850 (verstorben) Whig
13. Millard Fillmore (geb. 1800,  † 1874) aus New York (Nord) 1850 - 1853 Whig
14. Franklin Pierce (geb. 1804,  † 1869) aus New Hampshire (Nord) 1853 - 1857 Demokrat
15. James Buchanan (geb. 1791,  † 1868) aus Pennsylvania (Nord) 1857 - 1861 Demokrat
16. N Abraham Lincoln (geb. 1809,  † 1865) aus Kentucky (Süd) 1861 - 1865 (ermordet) Republikaner
16. S Jefferson Davis (geb. 1808,  † 1889) aus Kentucky (Süd) 1861 - 1865 (Konföderation) Demokrat
17. Andrew Johnson (geb. 1808,  † 1875) aus North Carolina (Süd) 1865 - 1869 Republikaner
18. Ulysses S. Grant (geb. 1822,  † 1885) aus Ohio (Nord) 1869 - 1877 Republikaner
19. Rutherford B. Hayes (geb. 1822,  † 1893) aus Ohio (Nord) 1877 - 1881 Republikaner
20. James A. Garfield (geb. 1831,  † 1881) aus Ohio (Nord) 1881 (ermordet) Republikaner
21. Chester A. Arthur (geb. 1830,  † 1886) aus Vermont (Nord) 1881 - 1885 Republikaner
22. Grover Cleveland (geb. 1837,  † 1908) aus New Jersey (Nord) 1885 - 1889 Demokrat
23. Benjamin Harrison (geb. 1833,  † 1901) aus Ohio (Nord) 1889 - 1893 Republikaner
24. Grover Cleveland (geb. 1837,  † 1908) aus New Jersey (Nord) 1893 - 1897 Demokrat
25. William McKinley (geb. 1843,  † 1901) aus Ohio (Nord) 1897 - 1901 (ermordet) Republikaner
26. Theodore Roosevelt (geb. 1858,  † 1919) aus New York (Nord) 1901 - 1909 Republikaner
27. William H. Taft (geb. 1857,  † 1930) aus Ohio (Nord) 1909 - 1913 Republikaner
28. Woodrow Wilson (geb. 1856,  † 1924) aus Virginia (Süd) 1913 - 1921 Demokrat
29. Warren G. Harding (geb. 1865,  † 1923) aus Ohio (Nord) 1921 - 1923 (verstorben) Republikaner
30. Calvin Coolidge (geb. 1872,  † 1933) aus Vermont (Nord) 1923 - 1929 Republikaner
31. Herbert C. Hoover (geb. 1874,  † 1964) aus Iowa 1929 - 1933 Republikaner
32. Franklin D. Roosevelt (geb. 1882,  † 1945) aus New York 1933 - 1945 (verstorben) Demokrat
33. Harry S. Truman (geb. 1884,  † 1972) aus Missouri 1945 - 1953 Demokrat
34. Dwight D. Eisenhower (geb. 1890,  † 1969) aus Texas 1953 - 1961 Republikaner
35. John F. Kennedy (geb. 1917,  † 1963) aus Massachusetts 1961 - 1963 (ermordet) Demokrat
36. Lyndon B. Johnson (geb. 1908,  † 1973) aus Texas 1963 - 1969 Demokrat
37. Richard M. Nixon (geb. 1913,  † 1994) aus California 1969 - 1974 Republikaner
38. Gerald Ford (geb. 1913) aus Michigan 1974 - 1977 Republikaner
39. James E. „Jimmy“ Carter (geb. 1924) aus Georgia 1977 - 1981 Demokrat
40. Ronald Reagan (geb. 1911) aus Illinois 1981 - 1989 Republikaner
41. George Bush (geb. 1924) aus Massachusetts 1989 - 1993 Republikaner
42. Bill Clinton (geb. 1946) aus Arkansas 1993 - 2001 Demokrat
43. George W. Bush (geb. 1946) aus Texas 2001 - Republikaner

Grover Cleveland
(geb. 1837,  † 1908)

New Jersey-Fahne
Grover Cleveland

22. und 24. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Regierungszeit:1893 – 1897
Parteizugehörigkeit:Demokrat
Heimatstaat:New Jersey (Nordstaat)
 
  

Die Schwäche der Präsidentschaft Harrisons bewog Cleveland dazu, erneut für die Demokraten zu kandidieren. Daß er sich diesmal aktiv am Wahlkampf beteiligte, trug ihm sogar einen überzeugenderen Sieg als 1884 ein, jedoch fand er nun eine hausgemachte Wirtschaftskrise vor, die schwerste der bisherigen amerikanischen Geschichte. So war die zweite Amtszeit vom verzweifelten Bemühen gekennzeichnet, Handel und Industrie wieder in Schwung zu bringen. Dabei stellte Cleveland, der früher auch als gerechter Vertreter des hart arbeitenden „kleinen Mannes“ gegolten hatte, sich mehr und mehr auf die Seite der Kapitalbesitzer, indem er Streiks gewaltsam beenden ließ und seine frühere Zollpolitik nicht konsequent fortführte. Auch dem anbrechenden nationalistischen Zeitgeist in der Außenpolitik wurde er nicht gerecht: Cleveland hatte kein Interesse an der Annexion von Hawaii, und einem drohenden Krieg mit Großbritannien über die Grenzziehung zwischen Venezuela und Britisch Guayana wich er aus. Er verlor zusehends den Rückhalt in der eigenen Partei, und am Ende stand der einzige Demokrat, der die lange Reihe republikanischer Präsidenten seit dem Bürgerkrieg zweimal unterbrochen hatte, in geringem allgemeinem Ansehen.

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