George W. Bush
(geb. 1946,  † )

43. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Regierungszeit: 2001 –
Parteizugehörigkeit: Republikaner
Heimatstaat: Texas
Haltung zur Sklaverei:

Sohn des 41. Präsidenten; ohne reguläre Berufsausbildung. George Bush Junior wurde von einer klaren Minderheit der Wähler gewählt, der Vorsprung seines demokratischen Gegenkandidaten betrug rund 500.000 Stimmen. Dennoch gelang es der republikanischen Partei mit Hilfe des überwiegend konservativ besetzten obersten Bundesgerichts, ihm eine knappe Mehrheit der Wahlmännerstimmen zu verschaffen – durch Wahlmanipulationen in dem von Bushs Bruder regierten Staat Florida, die bis heute nicht öffentlich aufgeklärt sind.

Soweit bei Bush Junior überhaupt Ansätze von eigenen Gedanken erkennbar sind, besteht das Weltbild das geläuterten Alkoholikers in einem neokonservativen, reaktionär-christlichen Fundamentalismus. Diese Haltung drückt sich in einem Regierungshandeln aus, das innenpolitisch die wohlhabenden Bevölkerungsteile begünstigt, indem es für die Umverteilung des Volksvermögens von unten nach oben sorgt, und zwar vor allem auf Kosten des vom Vorgänger übernommenen gesunden Staatshaushaltes, der unter Bush in ein historisch einmaliges Defizit geraten ist. Die Außenpolitik des Präsidenten und seiner Hintermänner ist von krudem Nationalismus bestimmt, der die Weltordnung in mehrerer Hinsicht in eine gefährliche Schieflage gebracht hat: Die Regierung weigert sich, internationale Umweltschutzabkommen einzuhalten, droht damit, vor internationalen Gerichten angeklagte amerikanische Kriegsverbrecher gewaltsam „herauszuhauen“. Sie ignoriert Beschlüsse der Vereinten Nationen, setzt sich über das Völkerrecht hinweg, läßt Dokumente fälschen als Vorwand, um Angriffskriege gegen unabhängige Staaten vorzubereiten und durchzuführen.

George W. Bush, der im ersten halben Jahr seiner Amtszeit kein anderes Programm zu haben schien, als seine Rückeroberung der Macht für den Bush-Clan zu genießen, erhielt durch das islamistische Attentat auf das New Yorker World Trade Center regelrecht eine Mission zugespielt: Die USA unangreifbar zu machen, indem die gesamte übrige Welt durch militärische Bombardierung oder deren Androhung amerikanischen Wirtschaftsinteressen und Wertvorstellungen unterworfen wird. Der Raubkrieg gegen den Irak hat deutlich gemacht, daß dem Präsidenten Bush in höherem Maße dasselbe vorzuwerfen ist, was er gegen seinen vom Vater ererbten Intimfeind Saddam Hussein vorgebracht hat: Bedrohung der Welt durch Massenvernichtungswaffen, Mißachtung und Zerstörung internationaler Rechtsnormen, kriegerische Gewalt zur Durchsetzung von Ölinteressen. Abgesehen von der Tatsache des Angriffskrieges selber, sind auch in der amerikanischen Kriegsführung Methoden zum Vorschein gekommen, die an Hitler und Milosevic erinnern können, so etwa die Einpferchung von Kriegsgefangenen im rechtsfreien Sonderlager Guantanamo, die Plünderung irakischer Museen, deren Kulturschätze sehr schnell auch in den USA auftauchten, und die propagandistische Steuerung der Berichterstattung.

Bush Junior und seine geistigen Führer haben es fertiggebracht, das einzigartige Mitfühlen der Welt nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001in eine globale Welle des Antiamerikanismus zu verwandeln. Das ehemals positive Verhältnis vieler europäischer Völker zu den Vereinigten Staaten ist von Grund auf zerstört, und der Präsident höchstselbst sieht in mehreren Ländern einer Anklage als Kriegsverbrecher entgegen.

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Alle Präsidenten der USA

1. George Washington (geb. 1732,  † 1799) aus Virginia (Süd) 1789 - 1797 Föderalist
2. John Adams (geb. 1735,  † 1826) aus Massachusetts (Nord) 1797 - 1801 Föderalist
3. Thomas Jefferson (geb. 1743,  † 1826) aus Virginia (Süd) 1801 - 1809 Republikaner *
4. James Madison (geb. 1751,  † 1836) aus Virginia (Süd) 1809 - 1817 Republikaner *
5. James Monroe (geb. 1758,  † 1831) aus Virginia (Süd) 1817 - 1825 Republikaner *
6. John Quincy Adams (geb. 1767,  † 1848) aus Massachusetts (Nord) 1825 - 1829 Republikaner *
7. Andrew Jackson (geb. 1767,  † 1845) aus North Carolina (Süd) 1829 - 1837 Demokrat
8. Martin van Buren (geb. 1782,  † 1862) aus New York (Nord) 1837 - 1841 Demokrat
9. William H. Harrison (geb. 1773,  † 1841) aus Virginia (Süd) 1841 (verstorben) Whig
10. John Tyler (geb. 1790,  † 1862) aus Virginia (Süd) 1841 - 1845 Whig
11. James K. Polk (geb. 1795,  † 1849) aus North Carolina (Süd) 1845 - 1849 Demokrat
12. Zachary Taylor (geb. 1782,  † 1850) aus Virginia (Süd) / Kentucky 1849 - 1850 (verstorben) Whig
13. Millard Fillmore (geb. 1800,  † 1874) aus New York (Nord) 1850 - 1853 Whig
14. Franklin Pierce (geb. 1804,  † 1869) aus New Hampshire (Nord) 1853 - 1857 Demokrat
15. James Buchanan (geb. 1791,  † 1868) aus Pennsylvania (Nord) 1857 - 1861 Demokrat
16. N Abraham Lincoln (geb. 1809,  † 1865) aus Kentucky (Süd) 1861 - 1865 (ermordet) Republikaner
16. S Jefferson Davis (geb. 1808,  † 1889) aus Kentucky (Süd) 1861 - 1865 (Konföderation) Demokrat
17. Andrew Johnson (geb. 1808,  † 1875) aus North Carolina (Süd) 1865 - 1869 Republikaner
18. Ulysses S. Grant (geb. 1822,  † 1885) aus Ohio (Nord) 1869 - 1877 Republikaner
19. Rutherford B. Hayes (geb. 1822,  † 1893) aus Ohio (Nord) 1877 - 1881 Republikaner
20. James A. Garfield (geb. 1831,  † 1881) aus Ohio (Nord) 1881 (ermordet) Republikaner
21. Chester A. Arthur (geb. 1830,  † 1886) aus Vermont (Nord) 1881 - 1885 Republikaner
22. Grover Cleveland (geb. 1837,  † 1908) aus New Jersey (Nord) 1885 - 1889 Demokrat
23. Benjamin Harrison (geb. 1833,  † 1901) aus Ohio (Nord) 1889 - 1893 Republikaner
24. Grover Cleveland (geb. 1837,  † 1908) aus New Jersey (Nord) 1893 - 1897 Demokrat
25. William McKinley (geb. 1843,  † 1901) aus Ohio (Nord) 1897 - 1901 (ermordet) Republikaner
26. Theodore Roosevelt (geb. 1858,  † 1919) aus New York (Nord) 1901 - 1909 Republikaner
27. William H. Taft (geb. 1857,  † 1930) aus Ohio (Nord) 1909 - 1913 Republikaner
28. Woodrow Wilson (geb. 1856,  † 1924) aus Virginia (Süd) 1913 - 1921 Demokrat
29. Warren G. Harding (geb. 1865,  † 1923) aus Ohio (Nord) 1921 - 1923 (verstorben) Republikaner
30. Calvin Coolidge (geb. 1872,  † 1933) aus Vermont (Nord) 1923 - 1929 Republikaner
31. Herbert C. Hoover (geb. 1874,  † 1964) aus Iowa 1929 - 1933 Republikaner
32. Franklin D. Roosevelt (geb. 1882,  † 1945) aus New York 1933 - 1945 (verstorben) Demokrat
33. Harry S. Truman (geb. 1884,  † 1972) aus Missouri 1945 - 1953 Demokrat
34. Dwight D. Eisenhower (geb. 1890,  † 1969) aus Texas 1953 - 1961 Republikaner
35. John F. Kennedy (geb. 1917,  † 1963) aus Massachusetts 1961 - 1963 (ermordet) Demokrat
36. Lyndon B. Johnson (geb. 1908,  † 1973) aus Texas 1963 - 1969 Demokrat
37. Richard M. Nixon (geb. 1913,  † 1994) aus California 1969 - 1974 Republikaner
38. Gerald Ford (geb. 1913) aus Michigan 1974 - 1977 Republikaner
39. James E. „Jimmy“ Carter (geb. 1924) aus Georgia 1977 - 1981 Demokrat
40. Ronald Reagan (geb. 1911) aus Illinois 1981 - 1989 Republikaner
41. George Bush (geb. 1924) aus Massachusetts 1989 - 1993 Republikaner
42. Bill Clinton (geb. 1946) aus Arkansas 1993 - 2001 Demokrat
43. George W. Bush (geb. 1946) aus Texas 2001 - Republikaner

George W. Bush
(geb. 1946)

Texas-Fahne
George W. Bush

43. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Regierungszeit:2001 –
Parteizugehörigkeit:Republikaner
Heimatstaat:Texas
 
  

Sohn des 41. Präsidenten; ohne reguläre Berufsausbildung. George Bush Junior wurde von einer klaren Minderheit der Wähler gewählt, der Vorsprung seines demokratischen Gegenkandidaten betrug rund 500.000 Stimmen. Dennoch gelang es der republikanischen Partei mit Hilfe des überwiegend konservativ besetzten obersten Bundesgerichts, ihm eine knappe Mehrheit der Wahlmännerstimmen zu verschaffen – durch Wahlmanipulationen in dem von Bushs Bruder regierten Staat Florida, die bis heute nicht öffentlich aufgeklärt sind.

Soweit bei Bush Junior überhaupt Ansätze von eigenen Gedanken erkennbar sind, besteht das Weltbild das geläuterten Alkoholikers in einem neokonservativen, reaktionär-christlichen Fundamentalismus. Diese Haltung drückt sich in einem Regierungshandeln aus, das innenpolitisch die wohlhabenden Bevölkerungsteile begünstigt, indem es für die Umverteilung des Volksvermögens von unten nach oben sorgt, und zwar vor allem auf Kosten des vom Vorgänger übernommenen gesunden Staatshaushaltes, der unter Bush in ein historisch einmaliges Defizit geraten ist. Die Außenpolitik des Präsidenten und seiner Hintermänner ist von krudem Nationalismus bestimmt, der die Weltordnung in mehrerer Hinsicht in eine gefährliche Schieflage gebracht hat: Die Regierung weigert sich, internationale Umweltschutzabkommen einzuhalten, droht damit, vor internationalen Gerichten angeklagte amerikanische Kriegsverbrecher gewaltsam „herauszuhauen“. Sie ignoriert Beschlüsse der Vereinten Nationen, setzt sich über das Völkerrecht hinweg, läßt Dokumente fälschen als Vorwand, um Angriffskriege gegen unabhängige Staaten vorzubereiten und durchzuführen.

George W. Bush, der im ersten halben Jahr seiner Amtszeit kein anderes Programm zu haben schien, als seine Rückeroberung der Macht für den Bush-Clan zu genießen, erhielt durch das islamistische Attentat auf das New Yorker World Trade Center regelrecht eine Mission zugespielt: Die USA unangreifbar zu machen, indem die gesamte übrige Welt durch militärische Bombardierung oder deren Androhung amerikanischen Wirtschaftsinteressen und Wertvorstellungen unterworfen wird. Der Raubkrieg gegen den Irak hat deutlich gemacht, daß dem Präsidenten Bush in höherem Maße dasselbe vorzuwerfen ist, was er gegen seinen vom Vater ererbten Intimfeind Saddam Hussein vorgebracht hat: Bedrohung der Welt durch Massenvernichtungswaffen, Mißachtung und Zerstörung internationaler Rechtsnormen, kriegerische Gewalt zur Durchsetzung von Ölinteressen. Abgesehen von der Tatsache des Angriffskrieges selber, sind auch in der amerikanischen Kriegsführung Methoden zum Vorschein gekommen, die an Hitler und Milosevic erinnern können, so etwa die Einpferchung von Kriegsgefangenen im rechtsfreien Sonderlager Guantanamo, die Plünderung irakischer Museen, deren Kulturschätze sehr schnell auch in den USA auftauchten, und die propagandistische Steuerung der Berichterstattung.

Bush Junior und seine geistigen Führer haben es fertiggebracht, das einzigartige Mitfühlen der Welt nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001in eine globale Welle des Antiamerikanismus zu verwandeln. Das ehemals positive Verhältnis vieler europäischer Völker zu den Vereinigten Staaten ist von Grund auf zerstört, und der Präsident höchstselbst sieht in mehreren Ländern einer Anklage als Kriegsverbrecher entgegen.

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