Chester A. Arthur
(geb. 1830,  † 1886)

21. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Regierungszeit: 1881 – 1885 (zuvor Vizepräsident)
Parteizugehörigkeit: Republikaner
Heimatstaat: Vermont (Nordstaat)
Haltung zur Sklaverei:

Sohn eines Baptistenpredigers; nach der Ausbildung zunächst Lehrer und Schuldirektor, dann Rechtsanwalt. Nach dem Schuß auf James Garfield beteten viele Amerikaner für das Leben des Präsidenten. Doch es half nichts, Vizepräsident Arthur gelangte drei Monate später dennoch ins Weiße Haus. Er war der archetypische Vertreter des New Yorker Patronagesystems und hatte seine Parteikarriere durch die Organisation von politischen Geschäften gemacht. 1871 hatte Präsident Grant ihn zum Chef der Zollbehörde in New York ernannt, und die von da an strömenden Bestechungsgelder, die Unterschlagung von Zolleinnahmen und der Verkauf von Ämtern machten Arthur schwerreich. Das Ausmaß seiner Korruption provozierte allerdings bald Reformbewegungen, in deren Zuge sich Grants Nachfolger Rutherford Hayes gezwungen sah, Arthur des lukrativen Amtes zu entheben. Trotz zahlreicher Skandale trat Garfield 1880 – als Konzession an die Vetternwirtschaftsfraktion der Republikaner – mit ihm als Vizepräsidentschaftskandidaten zur Wahl an. Durch Garfields überraschenden Tod ins Amt gelangt, gestand Arthur ein, daß er selbst erhebliche Zweifel an seiner Kompetenz hegte, ließ aber einen erstaunlichen Sinneswandel erkennen: Die meisten Ministerposten wurden nicht verkauft, sondern überwiegend nach Eignung vergeben.

Obwohl er während der gesamten Amtszeit an einem schweren Nierenleiden litt und schon 1886 starb, gab der fettleibige Arthur im Weißen Haus den feisten Lebemann, der rauschende Feste feierte – auch wieder unter Alkoholeinsatz – , der den Amtssitz luxuriös umbauen und ausstatten ließ, der sich aber in die Politik kaum einmischte und zur Arbeit gedrängt werden mußte. So sind keine Leistungen bekannt, die seiner Präsidentschaft zuzuschreiben wären.

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Alle Präsidenten der USA

1. George Washington (geb. 1732,  † 1799) aus Virginia (Süd) 1789 - 1797 Föderalist
2. John Adams (geb. 1735,  † 1826) aus Massachusetts (Nord) 1797 - 1801 Föderalist
3. Thomas Jefferson (geb. 1743,  † 1826) aus Virginia (Süd) 1801 - 1809 Republikaner *
4. James Madison (geb. 1751,  † 1836) aus Virginia (Süd) 1809 - 1817 Republikaner *
5. James Monroe (geb. 1758,  † 1831) aus Virginia (Süd) 1817 - 1825 Republikaner *
6. John Quincy Adams (geb. 1767,  † 1848) aus Massachusetts (Nord) 1825 - 1829 Republikaner *
7. Andrew Jackson (geb. 1767,  † 1845) aus North Carolina (Süd) 1829 - 1837 Demokrat
8. Martin van Buren (geb. 1782,  † 1862) aus New York (Nord) 1837 - 1841 Demokrat
9. William H. Harrison (geb. 1773,  † 1841) aus Virginia (Süd) 1841 (verstorben) Whig
10. John Tyler (geb. 1790,  † 1862) aus Virginia (Süd) 1841 - 1845 Whig
11. James K. Polk (geb. 1795,  † 1849) aus North Carolina (Süd) 1845 - 1849 Demokrat
12. Zachary Taylor (geb. 1782,  † 1850) aus Virginia (Süd) / Kentucky 1849 - 1850 (verstorben) Whig
13. Millard Fillmore (geb. 1800,  † 1874) aus New York (Nord) 1850 - 1853 Whig
14. Franklin Pierce (geb. 1804,  † 1869) aus New Hampshire (Nord) 1853 - 1857 Demokrat
15. James Buchanan (geb. 1791,  † 1868) aus Pennsylvania (Nord) 1857 - 1861 Demokrat
16. N Abraham Lincoln (geb. 1809,  † 1865) aus Kentucky (Süd) 1861 - 1865 (ermordet) Republikaner
16. S Jefferson Davis (geb. 1808,  † 1889) aus Kentucky (Süd) 1861 - 1865 (Konföderation) Demokrat
17. Andrew Johnson (geb. 1808,  † 1875) aus North Carolina (Süd) 1865 - 1869 Republikaner
18. Ulysses S. Grant (geb. 1822,  † 1885) aus Ohio (Nord) 1869 - 1877 Republikaner
19. Rutherford B. Hayes (geb. 1822,  † 1893) aus Ohio (Nord) 1877 - 1881 Republikaner
20. James A. Garfield (geb. 1831,  † 1881) aus Ohio (Nord) 1881 (ermordet) Republikaner
21. Chester A. Arthur (geb. 1830,  † 1886) aus Vermont (Nord) 1881 - 1885 Republikaner
22. Grover Cleveland (geb. 1837,  † 1908) aus New Jersey (Nord) 1885 - 1889 Demokrat
23. Benjamin Harrison (geb. 1833,  † 1901) aus Ohio (Nord) 1889 - 1893 Republikaner
24. Grover Cleveland (geb. 1837,  † 1908) aus New Jersey (Nord) 1893 - 1897 Demokrat
25. William McKinley (geb. 1843,  † 1901) aus Ohio (Nord) 1897 - 1901 (ermordet) Republikaner
26. Theodore Roosevelt (geb. 1858,  † 1919) aus New York (Nord) 1901 - 1909 Republikaner
27. William H. Taft (geb. 1857,  † 1930) aus Ohio (Nord) 1909 - 1913 Republikaner
28. Woodrow Wilson (geb. 1856,  † 1924) aus Virginia (Süd) 1913 - 1921 Demokrat
29. Warren G. Harding (geb. 1865,  † 1923) aus Ohio (Nord) 1921 - 1923 (verstorben) Republikaner
30. Calvin Coolidge (geb. 1872,  † 1933) aus Vermont (Nord) 1923 - 1929 Republikaner
31. Herbert C. Hoover (geb. 1874,  † 1964) aus Iowa 1929 - 1933 Republikaner
32. Franklin D. Roosevelt (geb. 1882,  † 1945) aus New York 1933 - 1945 (verstorben) Demokrat
33. Harry S. Truman (geb. 1884,  † 1972) aus Missouri 1945 - 1953 Demokrat
34. Dwight D. Eisenhower (geb. 1890,  † 1969) aus Texas 1953 - 1961 Republikaner
35. John F. Kennedy (geb. 1917,  † 1963) aus Massachusetts 1961 - 1963 (ermordet) Demokrat
36. Lyndon B. Johnson (geb. 1908,  † 1973) aus Texas 1963 - 1969 Demokrat
37. Richard M. Nixon (geb. 1913,  † 1994) aus California 1969 - 1974 Republikaner
38. Gerald Ford (geb. 1913) aus Michigan 1974 - 1977 Republikaner
39. James E. „Jimmy“ Carter (geb. 1924) aus Georgia 1977 - 1981 Demokrat
40. Ronald Reagan (geb. 1911) aus Illinois 1981 - 1989 Republikaner
41. George Bush (geb. 1924) aus Massachusetts 1989 - 1993 Republikaner
42. Bill Clinton (geb. 1946) aus Arkansas 1993 - 2001 Demokrat
43. George W. Bush (geb. 1946) aus Texas 2001 - Republikaner

Chester A. Arthur
(geb. 1830,  † 1886)

Vermont-Fahne
Chester A. Arthur

21. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Regierungszeit:1881 – 1885 (zuvor Vizepräsident)
Parteizugehörigkeit:Republikaner
Heimatstaat:Vermont (Nordstaat)
 
  

Sohn eines Baptistenpredigers; nach der Ausbildung zunächst Lehrer und Schuldirektor, dann Rechtsanwalt. Nach dem Schuß auf James Garfield beteten viele Amerikaner für das Leben des Präsidenten. Doch es half nichts, Vizepräsident Arthur gelangte drei Monate später dennoch ins Weiße Haus. Er war der archetypische Vertreter des New Yorker Patronagesystems und hatte seine Parteikarriere durch die Organisation von politischen Geschäften gemacht. 1871 hatte Präsident Grant ihn zum Chef der Zollbehörde in New York ernannt, und die von da an strömenden Bestechungsgelder, die Unterschlagung von Zolleinnahmen und der Verkauf von Ämtern machten Arthur schwerreich. Das Ausmaß seiner Korruption provozierte allerdings bald Reformbewegungen, in deren Zuge sich Grants Nachfolger Rutherford Hayes gezwungen sah, Arthur des lukrativen Amtes zu entheben. Trotz zahlreicher Skandale trat Garfield 1880 – als Konzession an die Vetternwirtschaftsfraktion der Republikaner – mit ihm als Vizepräsidentschaftskandidaten zur Wahl an. Durch Garfields überraschenden Tod ins Amt gelangt, gestand Arthur ein, daß er selbst erhebliche Zweifel an seiner Kompetenz hegte, ließ aber einen erstaunlichen Sinneswandel erkennen: Die meisten Ministerposten wurden nicht verkauft, sondern überwiegend nach Eignung vergeben.

Obwohl er während der gesamten Amtszeit an einem schweren Nierenleiden litt und schon 1886 starb, gab der fettleibige Arthur im Weißen Haus den feisten Lebemann, der rauschende Feste feierte – auch wieder unter Alkoholeinsatz – , der den Amtssitz luxuriös umbauen und ausstatten ließ, der sich aber in die Politik kaum einmischte und zur Arbeit gedrängt werden mußte. So sind keine Leistungen bekannt, die seiner Präsidentschaft zuzuschreiben wären.

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